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Kündigung & Kündigungsschutz

Die Kündigung

TIPP!

Lassen Sie sich nach Erhalt einer Kündigung gleich welcher Form sofort von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht über das weitere Vorgehen beraten!

Eine der Möglichkeiten, ein Arbeitsverhältnis zu beenden, ist der Ausspruch einer Kündigung. Erhält ein Arbeitnehmer eine solche Kündigungserklärung, hat er nur wenig Zeit, um zu reagieren. Gemäß § 4 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erhoben werden, um ein Verfahren zur Überprüfung der Rechtswirksamkeit der Kündigung in Gang zu setzen. Versäumt der Arbeitnehmer diese Frist, ist es in der Regel zu spät, um sich noch erfolgreich gegen die Kündigung wehren zu können. Auch eine eigentlich unwirksame Kündigung würde dann in Rechtskraft erwachsen.

Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Kündigungen, zwischen denen zu differenzieren ist:

TIPP!

Bei allen Kündigungsvarianten gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Fehlerquellen für Arbeitgeber, die eine Unwirksamkeit der Kündigung zur Folge haben können. Auch deshalb ist es wichtig, dass ein Fachanwalt für Arbeitsrecht die Kündigung und die Begleitumstände der Kündigung sorgfältig prüft.

Ordentliche Kündigung
Die ordentliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis nicht mit sofortiger Wirkung. Es endet erst nach Ablauf einer bestimmten Kündigungsfrist, während der der Arbeitnehmer grundsätzlich dazu verpflichtet ist, weiter seine Arbeitsleistung zu erbringen.

Außerordentliche Kündigung
Die außerordentliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis regelmäßig bereits mit Zugang der schriftlichen Kündigungserklärung.

Änderungskündigung
Bei der Änderungskündigung spricht der Arbeitgeber eine Beendigungskündigung aus und unterbreitet dem Arbeitnehmer gleichzeitig ein Angebot auf Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages zu geänderten Konditionen.

Kündigungsschutz

TIPP!

Sie sind in den wenigsten Fällen einer Kündigung schutzlos ausgeliefert. Das Arbeitnehmerschutzrecht hält eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit, Kündigungen anzugreifen. Sprechen Sie darüber – mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Es gibt eine Vielzahl an Vorschriften, die Arbeitnehmer vor einer ungerechtfertigten Beendigung des Arbeitsverhältnisses schützen sollen. Häufig ist es einem Arbeitgeber nicht erlaubt, den Arbeitsvertrag grundlos zu kündigen. Bei jeder Kündigung ist individuell durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu prüfen, ob der Arbeitnehmer durch besondere Vorschriften Kündigungsschutz genießt. In Betracht kommt beispielsweise ein Kündigungsschutz

  • für Arbeitnehmer in Betrieben die dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) unterfallen,
  • für Mütter während der Schwangerschaft und nach der Entbindung,
  • für Eltern während der Elternzeit,
  • für Arbeitnehmer mit einer Schwerbehinderung oder solche, die schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind,
  • für Arbeitnehmer während einer Pflegezeit,
  • für Betriebsräte während und nach ihrer Amtszeit,
  • für Wahlvorstände oder Wahlbewerber einer Betriebsratswahl,
  • für Arbeitnehmer die zu einer Betriebsratswahl einladen,
  • für Mitglieder einer Personalvertretung oder einer Jugend- und Auszubildendenvertretung,
  • für Auszubildende.

Zudem gibt es weitere Gründe, die – losgelöst vom Kündigungsschutz – zur Unwirksamkeit einer Kündigung führen können, wie z.B. die Nichtbeachtung einer Kündigungsfrist oder die Missachtung der gesetzlichen Schriftform.


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